(Blog in English here)
Letzten Dienstag war ein weiteres Highlight. Nach dem letzten Sonntag (Switchfoot-Konzert) konnte ich nicht mehr richtig reden und meine Arme und Beine schmerzten grausam, aber ich war glücklich. Zwei Konzerte mit so kurzer Zeit dazwischen…
Zuerst war dieses Konzert für Oron-la-Ville (vermutlich das kleinste Dorf in der Schweiz…) angesagt, darum wollte ich eigentlich nicht gehen. Nach Hillsong Live wäre es zu teuer gewesen, diesen Ort noch einmal zu besuchen. Aber dann bezahlte ich für ein anderes Konzert und sah eine Anzeige für Darlene Zschech in Winterthur, Zürich. Es ist so, Darlene wird sicher nicht für zwei verschiedene Worshipabende in der Schweiz sein, deshalb schaute ich auf der Website der Konzertagentur nach.
A cause des raisons involontaires de notre part le concert de Darlene Zschech le 22 novembre est annulé. Elle sera en concert à Winterthur ce 22 novembre.
“Wegen von unserer Seite ungewollten Gründen ist das Konzert von Darlene Zschech angesetzt am 22. November annulliert. Sie wird an diesem 22. November in Winterthur auftreten.” Ich konnte es nicht glauben und kaufte sofort mein Ticket. Ist es Glück? Ist es Zufall? Oder ist es mehr?
Ich bin eine Person, die immer zu früh ist. Mindestens zwei Minuten im Alltag, normale Wartezeit für Konzerte ist 2-4 Stunden für mich.
Ich dachte schon, ich sei zu spät, weil ich nur (!!) 2.5 Stunden zu früh bei der Location ankam, nachdem ich mich beinahe verirrt habe… Trotzdem waren da nur Menschen mit Material für den Abend oder solche, die einen Worship-Workshop besuchen wollten. Es war ein kalter, nebliger Abend, es wurde dunkel und ich bekam langsam kalt. Zum Glück fragte mich eine Frau vom Team der Kirche, ob ich in der Lounge warten wolle. Deshalb sass ich dort ab und wartete. Und wartete. Und wartete. Ich sah beim Aufbau zu, aber irgendwie war es ziemlich langweilig. Ein Mann mit weissen Haaren sass neben mir ab. Ich hatte ihn beschäftigt mit dem Aufbau gesehen und dachte, er müsste einer der Halleneigentümer sein, denn er hatte kein rhyner-tshirt an. Er sprach mich an, fragte, warum ich schon dort sei, woher ich komme, etc. Endlich redete jemand mit mir! Ich liebe es, Menschen zu treffen und sie kennenzulernen, aber wenn sie beschäftigt sind, will ich sie nicht stören. Dann ging er wieder, offensichtlich weil er noch anderes zu tun hatte. Langsam kamen andere Menschen in die Lounge und wir begannen, für Armbänder anzustehen. Man brauchte diese, um in die grosse Halle gelassen zu werden. Als ich meines endlich bekam, war mein Sitzplatz besetzt. Darum entschied ich mich, einfach dort zu stehen und zu warten. Ich sah den Mann mit weissem Haar mit dem Türsteher reden. „Wo ist der Fotograf hin?“, fragte er, beide schauten in meine Richtung. Ich sah sie vermutlich etwas verwirrt an, deshalb kam der weisshaarige Mann zu mir, während der Türsteher in die Halle ging, um den Fotografen zu suchen. Der Mann sagte zu mir: „Weisst du, es ist wichtig für die Organisatoren. Du bist der Super-Fan, der schon so früh hier ist, deshalb sollte es ein Bild von dir geben…“. Ich versuchte zu erklären, dass ich kein eigentlicher Fan war, sondern dass ich nur in die erste Reihe kommen wollte, aber er sagte, das komme nicht so darauf an. Der Fotograf kam und versuchte einen passenden Platz für ein Bild zu finden. Ich fragte sie, wo sie mein Bild hinstellen werden und sie sagten, dass es nirgendwo auftauchen wird und dass ich mir keine Sorgen machen soll. Sache ist, es macht mir nichts, wenn Bilder von mir im Internet auftauchen (ich erschien sogar einmal im Daily Mail!), ich will einfach das Bild haben. Ich sagte ihm dies, er machte das Foto und wir tauschten Emailadressen aus. Ich bekam das Bild einige Tage später. Es ist ein wunderschönes Bild, vielen herzlichen Dank an Dani Junker (http://www.djunker.ch/)! Dann stand ich wieder herum.
Um etwa 18:30 (Türöffnung um 19:00) kam der weisshaarige Mann wieder zu mir. Er sagte: „Nun, weil du so früh hier warst, solltest du eigentlich den hier haben!“ und zeigte mir seinen V.I.P.-All-Access-Pass. Ich antwortete: „Naja, ich habe aber keinen, darum kann ich sowieso nicht da hinein…“. Er: „Komm mal mit…“. Etwas verwundert und überrascht ging ich ihm nach. Wir gingen zum Türsteher, er erklärte ihm, dass ich die Erlaubnis habe, die Halle zu betreten, und der Türsteher liess mich hinein. Was für ein grossartiges Gefühl! Da waren nur Techniker und der Hauptorganisator in der Halle. Dieser schaute mich an und sagte: „Es ist aber nicht viel los hier drinnen.“. Aber das war mir egal. Ich war einfach extrem glücklich, dass ich als allererste in der Halle sein konnte. Einige Minuten später kam der weisshaarige Mann in die Halle mit einer anderen Frau. Sie unterhielten sich auf Hochdeutsch, aber ich hörte nicht wirklich zu. Als der Mann gegangen war, kam sie zu mir und fragte (auf Hochdeutsch): „Warst du nicht am Hillsong-Konzert?“ Ich konnte es nicht glauben. Es war die Frau, die hinter mir und meiner Freundin gestanden hat und mit uns das B&B dort geteilt hat! Wir sprachen bald auf Englisch weiter (da wir beide dies besser konnten als Hochdeutsch. Mein deutscher Akzent ist schrecklich!). Dann sassen wir genau in der Mitte der ersten Reihe ab, ohne uns beeilen zu müssen, um diesen Platz zu bekommen! Nach einer Ewigkeit wurden die Türen offiziell geöffnet und die Leute kamen hinein.
Das Konzert war super. Wir sprangen, schrien, sangen, alles. Ich kannte jedes einzelne Lied, die meisten davon auswendig. Ich fühlte plötzlich unglaubliche Freude und war extrem dankbar, dass Gott mir jedes Mal hilft, wenn ich für solche Sachen bete. Nach der Show gingen die anderen Frauen und ich zu Barry (http://barrysouthgate.com/), um hallo zu sagen, und ich konnte sogar ein Foto machen. Leider bekamen wir keines mit Darlene. Sie hatte ja gesagt, aber ihr Tourmanager war dagegen.
Dann gingen wir zum Bahnhof. Dieses Mal ohne uns zu verlaufen, da ich mich an den Weg erinnern konnte. Ich bin eigentlich ziemlich gut darin, mir solche Sachen zu merken! Wir warteten zusammen auf den Zug und fuhren zurück nach Zürich. Am nächsten Tag wollte ich nicht in die Schule gehen. Ich war sooooo müde und wollte auch nicht in den Alltag zurückkehren.
Was ich ausserdem von diesen Mädels gelernt habe ist, dass der Mann, der uns früher eingelassen hat, nicht der Eigentümer der Halle ist. Tatsächlich ist er der Vater des Hauptorganisators!
Nun ist die Konzertsaison vorbei. Ich hoffe nur, dass einige Bands oder Musiker die Schweiz (oder Süddeutschland / Westösterreich) im Januar oder Februar besuchen, denn wenn ich an kein Konzert gehen kann, weiss ich nicht was tun!
Danke, Darlene, für einen tollen Worshipabend, und danke vielmals, Hans Rhyner, dass Sie ihn mehr als nur super gemacht haben!