Jemanden kennenlernen? – Auf etwas andere Weise!

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Bevor ich diesen Titel erklären werde, lass mich zuerst mit einem Erlebnis von gestern Abend beginnen. Es war wieder einmal „Church Time“ für mich. Nach Samstagabend hörte ich nun Happy Day ein zweites Mal, danach Rooftops und es ging weiter mit tollen Songs. Ich sang die Texte, wusste genau, was sie bedeuteten, und dies berührte mich tief. Die Message erinnerte mich an die ersten 17 (!) Jahre meines Lebens. Dies sind die Jahre, die ich verbrachte ohne zu wissen, wer Jesus wirklich ist. Dies sind ebenfalls die Jahre, die ich verbrachte, ohne viel zu sagen, ohne anderen Menschen zu vertrauen, ohne Mut zu haben; lebend ohne am Leben zu sein. Ich wurde die ganze Zeit gemobbt und begann, mich vor jedem zu fürchten. Dann lernte ich Jesus kennen. Und ab diesem Moment war es mir egal, was andere sagten. Ich lernte, meinen Weg zu gehen, und wurde von innen her verändert. Jetzt liebe ich es, andere kennenzulernen und mache viele verrückte Sachen, die ich vorher nie getan hätte. In der Message ging es darum, seine Vergangenheit zurückzulassen und mit Jesus weiterzugehen. Nach den letzten paar Songs spielte die Band den Refrain von Das Privileg zu sein. Um zu verstehen, was dieser Song für mich bedeutete, musst Du wissen, dass ich die letzten zwei Sonntage nicht in der ICF-Kirche gewesen war. Gestern war das erste Mal, das ich wieder hinging und dass sie diesen Song spielten (siehe Erlebnis mit Gott), warf mich um. Ich weiss nicht, ob jemand von ICF jemals meinen letzten Post gelesen hat, aber alles was zählt ist, dass sie diesen Song noch einmal spielten.

Am Samstag war ich an der netzwerkparty. Ich ging hin im vollen Bewusstsein, dass ich andere kennenlernen muss, denn ich kannte dort niemand sonst. Auf dem ganzen Weg nach Winterthur betete ich, dass Gott mir jemanden zeigen wird, die richtige Person, die ich kennenlernen soll, jemanden, mit dem ich den Abend verbringen werde, jemanden, den ich kennenlernen kann. Am Ort angekommen, stand ich ziemlich lange herum und wusste nicht, was ich tun sollte, denn es sah so aus, als ob jeder so viele andere kannte, dass ich nicht mit denen reden wollte. Einer, der alleine schien, stand direkt vor mir für ungefähr zehn Minuten, aber irgendwie war es mir nicht danach, mit ihm zu reden. Unterdessen weiss ich wieso! Dann betraten zwei Personen, die ich von ICF her kannte, die Halle. Was auch immer mich in diesem Moment führte, ich ging zu ihnen und sagte hallo. Ich meine, wenn schon jemand da ist, den ich kenne, werde ich sicher nicht mit fremden Leuten reden (also, ich meine, nicht im Sinn von „Hallo, wie heisst Du? Ich bin hier ganz alleine…“)! Während dem ersten Teil der Party, ein Hip-Hop-Konzert, stand ich in der ersten Reihe (ja, wieder einmal, Du solltest mich eigentlich langsam kennen…!), der Typ, zu dem ich hallo gesagt hatte, hinter mir. Danach suchten wir uns einen Sitzplatz, denn es gab keine Stühle. Wir unterhielten uns ein bisschen, einfach über allgemeine Sachen wie Musikgeschmack und solches. Dann stand der Anfang des Worshipteiles kurz bevor. Dän Zeltner leitete diesen. Das war das vierte Mal dieses Jahr, dass ich eine Worship-Veranstaltung besuche, die er leitet… Ich schaffte es wieder in die erste Reihe, was aber auch nicht allzu schwierig war, denn alle hatten Angst davor, zuvorderst zu stehen. Das ist etwas weiteres, das Gott in meinem Leben verändert hat. Ich will zuvorderst stehen, weil ich mit meinem ganzen Herzen Gott anbeten will und es mir egal ist, was andere hinter mir denken. Dann nahm die Band ihre Plätze ein. Und das war der Moment, wo ich wirklich dachte, ich hätte einen anderen Platz aussuchen sollen. Ich stand direkt vor Dän!! Ich war ziemlich sicher, dass Dän mich erkannte. :D Das sagte der Junge, mit dem ich den Abend verbrachte, auch. Ich meine, nein, ich war nicht „promigeil“ (there is just no German word for ‘starstruck’…), er ist einfach ein Musiker, der Worship-Songs spielt und dies tut um Gott zu loben. Aber weil es das vierte Mal dieses Jahr war, ausserdem das vierte Mal in der ersten Reihe, war ich nicht sicher, ob es nicht doch so aussah. Während der Message war ich die absolut einzige, die Notizen machte, aber, wie ich schon vorher erwähnt habe, war es mir egal. Ich war auch eine der wenigen, die während den Songs sprangen und applaudierten. Nach dem Worshipteil sassen ich und der andere Junge wieder ab. Und das ist der Punkt, an dem es unglaublich wurde. Auch wenn wir uns vorher einige Male gesehen hatten, hatten wir nie viel miteinander geredet. Aber in diesem Moment war es, als ob wir beste Freunde wären. Wir redeten über ziemlich persönliche Sachen, Erlebnisse mit Gott, sogar Beziehungskram. Es war erstaunlich, wie gut wir uns verstanden! Nach dem zweiten Hip-Hop-Teil gingen wir zusammen zum Bahnhof, hielten unterwegs an, um etwas zum Essen zu kaufen und nahmen dann jeder den jeweiligen Zug. Während ich heimreiste, erkannte ich, wie Gott mein Gebet ausgelegt hatte. Ich hatte gebetet, dass ich „jemanden kennenlerne“. Ja, ich hatte jemanden kennengelernt! Ich hatte ihn schon mal gesehen, aber ich hatte ihn nicht GEKANNT. Dieses Beispiel zeigt mir einmal mehr, dass Gottes Wege gänzlich unvorhersehbar sind, aber immer erstaunlich hervorragend!

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